Warum der Gesamtfarbauftrag die entscheidende Zahl ist
Eine Druckmaschine hat eine Obergrenze dafür, wie viel Farbe sie auftragen kann, bevor der Bogen nicht mehr trocknet, auf den nächsten abschmiert oder schlicht keine Zeichnung mehr hält. Diese Grenze wird als Gesamtfarbauftrag ausgedrückt: die Summe der vier Auszüge an einer Stelle. 240 % sind für Coldset-Zeitungspapier normal, 280–300 % für ungestrichenen und gestrichenen Offset, 320 % für gutes gestrichenes Papier im Bogendruck. Ein Tiefschwarz aus C60 M40 Y40 K100 ergibt 240 % und druckt hervorragend. Dasselbe Schwarz mit C95 M90 Y85 K80 ergibt 350 % und kommt als Rückfrage von der Druckerei zurück.
Dieses Werkzeug findet solche Stellen vor der Druckerei.
Was ausgegeben wird
- Mittlere Deckung jedes Auszugs, je Seite und für das gesamte Dokument.
- Gesamtfarbauftrag je Seite, der höchste Wert an irgendeiner Stelle der Seite und der Flächenanteil über Ihrem Limit.
- Eine Heatmap über dem Seitenbild, die zeigt, wo der Auftrag am schwersten ist — mit regelbarer Deckkraft.
- Welche Seiten visuell graustufig sind: Eine Seite, die CMYK deklariert, aber grau aussieht, lässt sich mit einer einzigen Platte drucken — ein realer Kostenunterschied.
- Eine grobe Schätzung des Farbverbrauchs, mit rund 1,2 Gramm je Quadratmeter pro 100 % einer Farbe.
Zwei Messwerte, und warum sie abweichen
Die Renderschätzung rastert jede Seite und rechnet die Pixel nach CMYK zurück. Diese Umrechnung ist nicht farbverwaltet: kein ICC-Profil, keine Schwarzaufbau-Steuerung, kein Unterfarbenentzug — und der Renderer hat bereits alles, was die Datei deklarierte, nach RGB zusammengedrückt. Ein 350-prozentiges Tiefschwarz rendert nahezu schwarz und rechnet auf etwa 100 % zurück. Für Fotos und Flächen ist die Schätzung brauchbar; schwere Schwarztöne unterschätzt sie systematisch.
Deshalb liest das Werkzeug zusätzlich die k- und K-Operatoren direkt aus dem Contentstream und meldet den Farbauftrag, den die Datei deklariert. Dieser Wert ist für alles, was in DeviceCMYK angelegt ist, exakt. Wenn beide Werte auseinandergehen, gilt der deklarierte.
Keiner von beiden ersetzt den Preflight des RIPs, das Ihr Maschinenprofil kennt. Betrachten Sie das hier als die Prüfung vor dem Versenden, nicht als die Prüfung danach.
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