Die in einer UUID versteckte Zeit entschlüsseln
Nicht jede UUID ist zufällig. Einige Versionen kodieren den genauen Zeitpunkt ihrer Erstellung:
- v1 — 60-Bit-Uhr in 100-Nanosekunden-Intervallen seit 1582-10-15 (RFC 4122).
- v6 — dieselbe Uhr wie v1, neu angeordnet, sodass die lexikografische Reihenfolge der Erstellungsreihenfolge entspricht.
- v7 — 48-Bit-Unix-Zeitstempel in Millisekunden + zufällige Nutzlast; der neue RFC 9562-Standard für zeitlich sortierbare IDs.
- v4 und v5 — kein Zeitstempel. v4 ist rein zufällig; v5 ist ein Hash aus einem Namensraum + Name.
Der UUID-Timestamp-Extraktor erkennt die Version, liest die eingebettete Uhr und zeigt die Erstellungszeit in ISO 8601, Ihrer Ortszeit und Unix-Millisekunden an.
Warum es nützlich ist
- Debugging — herausfinden, wann ein Log-Eintrag, eine Datenbankzeile oder ein API-Aufruf wirklich erstellt wurde.
- Forensik — UUIDs mit anderen zeitgestempelten Beweisen in Verbindung bringen.
- Sicherheitstests — überprüfen, ob eine Anwendung Erstellungszeiten über v1-UUIDs leckt, wenn nur Eindeutigkeit benötigt wurde.
- Reihenfolgeprüfung — bestätigen, dass v7-IDs tatsächlich chronologisch sortiert werden.
Hinweise
- v1 enthält auch ein 48-Bit-Knotenfeld (MAC-Adresse). Das Tool zeigt es standardmäßig nicht an, um Deanonymisierung nicht zu fördern, aber die Information ist im rohen UUID noch vorhanden.
- v7 hat eine Auflösung von 1 ms. v1 und v6 haben eine Auflösung von 100 ns, aber in der Praxis spiegeln die niederwertigen Bits einen Taktreihenfolge-Zähler wider, keine Sub-Millisekunden-Präzision.
- Das Tool läuft vollständig clientseitig; keine UUID verlässt Ihren Browser.
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