Warum ein hohler Harzdruck Löcher braucht
Beim Aushöhlen bleibt eine dicht abgeschlossene Tasche flüssigen Harzes im Modell. Der Druckvorgang holt sie nicht heraus: Sie bleibt im Hohlraum, sie ist schwer, sie ist weiterhin reaktiv — und bei jedem Schichtwechsel muss der Druckunterschied an einer dichten Schale irgendwo hin. Meist geht er durch die dünnste Wand. Selbst wenn das Teil das übersteht, kann das eingeschlossene Harz Wochen später aushärten, sich ausdehnen und das Modell aufsprengen.
Zwei Löcher lösen das. Eines lässt das Harz ablaufen, das andere lässt Luft nach — genau der Grund, warum ein Kanister eine Entlüftung hat. Ein einzelnes Loch läuft langsam ab oder gluckert und bleibt stehen.
Wie dieses Werkzeug sie setzt
Vorgeschlagen: Es sucht in jeder Zelle eines groben Rasters den tiefsten Punkt nach unten zeigender Fläche, sortiert nach Höhe und behält die tiefsten, die weit genug auseinanderliegen. Genau dort sammelt sich das Harz — bei einem zum Druck gekippten Teil selten am Boden der Hüllbox.
Manuell: ein Klick auf das Modell im Viewport. Das Werkzeug schießt einen Strahl auf das Netz, übernimmt Trefferpunkt und Flächennormale und bohrt wahlweise senkrecht zur Fläche oder entlang der Hochachse.
Es ist eine echte boolesche Operation
Die Löcher werden per CSG-Subtraktion geschnitten, nicht darübergezeichnet. Die exportierte STL-, PLY-, OBJ-, GLB-, OFF- oder Draco-Datei hat wirklich Löcher, und Dreieckszahl wie eingeschlossenes Volumen ändern sich entsprechend. Alles läuft im Browser; das Modell wird nie hochgeladen.
Praktische Hinweise
- Unter etwa 2 mm läuft modernes 4K- und 8K-Harz selten zuverlässig ab. 3 mm sind ein sicherer Standard.
- Setze sie dorthin, wo man sie nicht sieht — unter einen Sockel, in eine Aufnahme, entlang einer Trennlinie — oder an eine Stelle, die sich leicht füllen und schleifen lässt.
- Das Modell muss vorher hohl sein. Ein massives Modell zu bohren ergibt eine Sacklochmulde, keinen Ablauf. Das Werkzeug nennt die Zahl geschlossener Flächen und den Anteil des Bohrwegs, der tatsächlich Material war.
- Prüfe das Ergebnis immer im Slicer, bevor du druckst.
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